Gewürze – Die Vielfalt in der Küche

Gewürze gehören schon seit vielen Jahren zu den wohl wichtigsten Komponenten bei der Zubereitung von Speisen und Getränken – und das nicht ohne Grund. Die richtigen Gewürze können jeder Speise das gewisse Etwas verleihen. Die entstehenden Düfte und Aromen lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Während uns exotische Düfte mental in ferne Länder versetzen, wecken klassische Gewürzmischungen schöne Kindheitserinnerungen an das Mittagessen bei den Grosseltern.

Vielfalt in der Küche

Wir von rezepthelden.ch möchten Dir mit unserer Seite eine umfangreiche Informationsplattform rund um die Themen Würzen und Gewürze bieten. Erfahre, neben allgemeinen Informationen zur Herkunft und Geschichte von Gewürzen, auch wie Du Gewürze optimal miteinander kombinieren kannst, um Deinen Speisen individuelle Aromen und Geschmacksnoten zu verleihen. Zusätzlich bieten wir Dir eine Reihe wertvoller Tipps und Tricks rund um das Würzen. Hier erfährst Du, was Du gegen zu viel Salz oder Pfeffer in Deinen Gerichten tun kannst um diese noch zu retten, wie lange Gewürze in der Regel haltbar sind sowie die Vor- und Nachteile frisch gemahlener Gewürze im Vergleich zu bereits gemahlenen Gewürzen. Damit du danach auch gleich deine Freunde und Familie mit deinen Kochkünsten überraschen kannst, findest du viele tolle Rezeptideen aus Europa und der Welt in unserer Rezeptdatenbank. Dabei kannst du dich bei der Mischung von Gewürzen selbst ausprobieren und köstliche Menüs für dich und deine Liebsten zaubern.

Gewürze - eine Definition

Gewürze - eine Definition

Grundsätzlich umfasst der Begriff „Gewürze“ diverse Pflanzen sowie Pflanzenteile, wie zum Beispiel die Wurzeln, Rinde, Blüten und Blätter, die entweder in getrockneter oder frischer Form als Zutat bei der Zubereitung von Speisen und Getränken eingesetzt werden, um diesen einen bestimmten Geschmack zu verleihen. Neben dem geschmacklichen Nutzen werden Gewürze allerdings auch zur Haltbarmachung von Speisen und Getränken eingesetzt.

Die Geschichte der Gewürze

Die Geschichte der Gewürze

Die Geschichte der Gewürze in Europa beginnt bereits in der Steinzeit. Nachdem in der Jungsteinzeit der Ackerbau und die Viehzucht aufkamen, belegen Funde, dass damals bereits mit regionalen Gewürzen, wie dem wilden Kümmel, gewürzt wurde. Da vor allem exotische Würzpflanzen in Europa wegen der Bodenverhältnisse und des Klimas nicht kultiviert werden konnten, war es ein langer Weg, bis beispielsweise Curry in unsere Gefilde kam. Dieses konnten erst im Mittelalter auf gefährlichen Handelsrouten aus Indien oder dem Fernen Osten importiert werden. Dadurch spielten Gewürze damals eine nahezu ebenso wichtige politische und wirtschaftliche Rolle wie heute zum Beispiel das Erdöl. 

Nachdem der Handel mit den wertvollen Gewürzgütern über viele Jahrhunderte fest in arabischer Hand lag, wollten auch die Europäer in den Gewürzmarkt eindringen. Tatsächlich wurden damals sogar grausame Kriege um Pfeffer, Muskatnüsse und Gewürznelken geführt. Zudem verdanken wir den Gewürzen die Entdeckung und Eroberung mancher Erdteile: Christoph Kolumbus war ursprünglich auf der Suche nach den sagenumwobenen Gewürzinseln, als er Amerika entdeckte. Die europäische Expansion begann ab dem 15. Jahrhundert durch die Erschliessung des Seewegs um Afrika von Europa zu den Inseln Hinterindiens. Dennoch blieben Gewürze lange Zeit ein Zeichen des Wohlstandes, das sich nur die Wohlhabenden leisten konnten. 

Diese Gewürze sollten in jeder Küche vorrätig sein:

Diese Gewürze sollten in jeder Küche vorrätig sein:

1. Salz

1. Salz

Zu unseren wichtigsten Grundgewürzen gehört wohl das Salz. Es ist – vom Frühstücksei am Wochenende über die Zubereitung köstlicher Pasta bis hin zu sämtlichen Kartoffelgerichten –   unerlässlich bei der Zubereitung zahlreicher Speisen. Salz dient ausserdem als natürlicher Geschmacksverstärker und ist sicherlich auch deshalb sehr beliebt.

Da Salz in Verdacht steht, den Blutdruck zu erhöhen, solltest Du unbedingt auf die richtige Dosierung achten. Wenn Du dir unsicher bist wie viel Salz Deinem Körper gut tut, spreche mit Deinem Hausarzt darüber. Salz hat aber besonders im Sommer auch eine wichtige Funktion: Es tut dem Elektrolythaushalt des Körpers gut und gleicht den Salzverlust, der durch das Schwitzen in der Sommerhitze entsteht, gekonnt wieder aus.

2. Pfeffer

2. Pfeffer

Pfeffer gibt es in zahlreichen Sorten: Während der Schwarze Pfeffer durch seine Schärfe und einen würzigen Eigengeschmack glänzt, bietet der Weisse Pfeffer reine Schärfe ohne Eigengeschmack. Der Grüne Pfeffer hat einen recht frischen Geschmack, der an Kräuter erinnert und Roter Pfeffer bietet zur Schärfe eine süsslich-fruchtig Note. 

Ganz gleich, für welche Art Du dich entscheidest – Pfeffer schmeckt besonders gut frisch aus der Mühle. Doch auch bereits gemahlener Pfeffer hat seine Vorteile: er ist oft nicht mehr so scharf und erleichtert die Dosierung. Die Menge ist dabei reine Geschmackssache. 

3. Paprika

3. Paprika

Ganz gleich, ob edelsüss, halbsüss oder scharf – Paprika ist eine wahrer Allrounder und gehört in jedes Gewürzregal. Für sämtliche Paprikagerichte über Gulasch und Suppen bis hin zu Saucen und Nudelgerichten ist Paprika das perfekte Gewürz. 

Wichtig: Paprika darf niemals in siedendes Fett gegeben werden. Das sonst der enthaltene Zucker karamellisieren kann. Das macht das Gewürz bitter, es verliert an Würzkraft und Farbe. 

 

4. Muskatnuss

4. Muskatnuss

Den stark aromatischen und mild süsslichen Geschmack der Muskatnuss kennt man in der Regel aus Kartoffelgerichten aller Art. Vielen ist jedoch unbekannt, dass die Beere, die im 12. Jahrhundert nach Europa kam auch sehr gut mit vielen Fleisch- und Gemüsesorten, wie zum Beispiel Schweinebraten, Rosenkohl, Kürbis und Rotkohl harmoniert. Muskat gibt es bereits gerieben zu kaufen, wer aber Freude an frisch geriebenen Gewürzen hat, der kann auch auf eine ganze Muskatnuss zurückgreifen und diese nach eigenem Geschmack mit einer Muskatreibe zerkleinern. Sicher ist: die Muskatnuss verleiht dem Essen eine besondere Note.